SAMMELSURIUM

Kleine Freuden sind die Blumen im Teppich des Lebens


Freitag, 13. November 2009

Etwas Kleines



Dieses kleine Motiv habe ich bei Frimousse aus dem SAL "Le jardin enchante". Die vielen kleinen Teile sind jedes für sich ein Kleinod und ich kann mich ihrem Charme nicht entziehen.

Dienstag, 10. November 2009

Der Kater Ferdinand


Dem schönen Katzenmotiv aus dem Buch "Blau" von Agnès Delage-Calvet konnte ich mich nicht entziehen. Es holt Erinnerungen an den Berner Troubadour Mani Matter und dessen Lied "Dr Ferdinand isch gstorbe" hervor.

Es ist die Ballade um den Kater Ferdinand, der in der Nacht die Katzendamen mit seinem "Minnegesang" umworben hat und so Vater einer grossen Katzenschar geworden ist. Alles schön und gut, wenn da nicht Herr Brändli gewesen wäre, der eines Nachts, vom Katzengesang entnervt, den Kater mit einem Nachttopf erschlagen hätte.

Das beweist, dass eben nicht jedermann Sinn für Kunst hat!


Dr Ferdinand isch gstorbe, oje, oje, oje!

Dr Ferdinand isch gstorbe, es tuet mir hüt no weh!



Är wo so vil het gworbe um Liebi im Quartier,



dr Ferdinand isch gstorbe, das arme Tier.






Win i doch geng mys Goudi am Ferdinand ha gha,



e so ne stolze Moudi wird nie meh öpper ha,



geng d Liebi het ne tribe, nie ds Müüs u ds Vögel fah,



är isch mys Vorbild blibe, dä Chatzemaa.






Wen är sys unbeschwärte ganze Läbe lang



Het gsunge i de Gärte u nüt als Minnegsang,



de isch's ihm albe glunge, ds Härz z rüehre vo sym Schatz.



Är het für d Chatze gsunge, doch nid für d chatz!






So het är ou am gröste Nachwuchs ds Läbe gschänkt.



Das tuet eim albe tröste, wo a sys Stärbe dänkt,



e Huufe Ferdinändli spaziere no dür d Stadt



sit das ne dt Herr Brändli erschlage het.






Die Lüt, me sött se strafe, verschliesse ds Härz dr Kunst,



si wei geng nume schlafe und hei kei Sinn für d Brunscht.



So het ou dr Herr Brändli mit eme Topf für d Nacht,



däm arme Ferdinändli es Ändi gmacht.






Dr Ferdinand isch gstorbe, oje, oje, oje!



Dr Ferdinand isch gstorbe, es tuet mir hüt no weh!



Är wo so vil het gworbe um Liebi im Quartier!



Dr Ferdinand isch gstorbe, das arme Tier!






Das waren noch Zeiten, als wir in den Sechzigern und Siebzigern die Chansons von Mani Matter nachgesungen haben!





Sonntag, 1. November 2009

Patchworkkörbchen


Das ist mein erstes Patchworkkörbchen, so zu sagen ein Prototyp, was die Herstellung betrifft. In unseren Ferien in Nizza habe ich beim Schlendern durch die Altstadt in Geschäften mit Tischtüchern, Tischsets und, und, und, ... aus Provence-Stoffen solche Körbchen entdeckt. Die haben mir so gefallen, dass ich mal eines nachgearbeitet habe, natürlich aus Stoff, den ich gerade zur Hand hatte.
Ich finde, solche Körbchen lassen sich für Weihnachten ganz gut verschenken.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Übungsspruch


Kalligrafie bedeutet: Immer üben und dran bleiben. Der Umgang mit verschiedenen Federn und Schriften bedarf neben viel Übung ebenso viel Geduld. Da ich sehr viele verschiedene Beschäftigungen habe, dauert's bei mir halt noch etwas länger bis etwas Brauchbares entsteht.

Um aber trotzdem der Kalligrafie, die ich sehr liebe, im Blog etwas mehr Raum zu geben, werde ich von Zeit zu Zeit Übungsblätter einstellen.
Seit einiger Zeit übe ich die "Anglaise". So ist mal dieser Spruch entstanden.
Die Anglaise
1574 sollte ein Lehrbuch für Kursivschrift gedruckt werden. Ausgegangen war man dabei von der Humanistischen Kursivschrift. Der Drucktext wurde mit einem Stichel auf eine Kupferplatte graviert. Für diese neue Methode der Gravur benötigte man eine schmalere Feder und den schrägen Federwinkel (55°). Man nannte die neue Handschrift "Copperplate" (Kupferstichplatte) oder "Englische Schreibschrift" - die "Anglaise". Zum ersten Mal in der Geschichte der Schrift wurden die Buchstaben miteinander verbunden. Die viel schneller schreibbare Schrift war somit für den praktischen Gebrauch geeignet. Bis Mitte 18. Jahrhundert hatte die Anglaise alle anderen in Europa gebräuchlichen Schriften, die im Handel und privat gebräuchlich waren, abgelöst. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte die Anglaise gar in vornehmen Kreisen den Status der Kunstschrift inne.
Was so einfach aussehen mag, ist in Wirklichkeit gar nicht so einfach. Allein schon der Umgamg mit der Spitzfeder hat seine Tücken: Der wechselnde Druck - dicker oder dünner Strich - und die Schwierigkeit des Aufstrichs, wo die Feder mit Vorliebe stecken bleibt oder kratzt und dabei noch Schnörkelformen hervor zaubern - ein Unterfangen, das doch oft viele Seufzer auslöst! Was einer Schulschrift ähnelt, ist in Wahrheit eine Schrift, die eine grosse Disziplin erfordert.
Die schwungvolle Schrift mit den Verzierungen in alten Dokumenten ist wunderschön. Dazumal waren Berufsschreiber am Werk, die ihr Handwerk bis zur Vollendung beherrschten.

Freitag, 9. Oktober 2009

Septemberwoche in Nizza



Für ein paar Tage das Flair des Südens geniessen

Allein die reise mit dem TGV Genf - Nice-Ville ist ein Abenteuer und wunderschön: Erst das untere Rhonetal, wo man sogar ganz kurz einen Blick auf den Pont-du-Gard bei Nîmes erhaschen kann, dann die Reise der Côte d'Azur entlang - einfach traumhaft schön!
Dank des kleinen und uralten Studios einer Freundin, eingezwängt zwischen Häuserwänden in der Altstadt, hatten wir schon mehrmals Tage in Nizza verbracht. Aber wir suchen an der Engelsbucht nicht das Mondäne, die VIP's und das berühmte "Negresco", sondern das südliche Flair in den Gässchen der Altstadt, auf dem Markt, die Stimmungen am Meer und den wunderbaren Ausblick vom ehemaligen Schlosshügel, dem "Château.
Gleich einem Ritual, wird am ersten Morgen der Markt besucht, wo wir uns auf dem Blumenmarkt für wenig Euros einen wunderschönen Blumenstrauss erstehen! Nizza ist ja "die Blumenstadt"



Baie des Anges, vom Château aus gesehen

von der Altstadt Richtung Château

Auf dem Antiquitätenmarkt erklang auf einmal "Non, rien de rien, non, je ne regrette rien!..." Edith Piaf - und wunderschön gesungen - i bi fasch düregheit!! So schön! Ein Bild der Sängerin ist da ein Muss!

Und dann das Meer!



Blick Richtung Hafen, von wo aus die Fähren nach Korsika und Sardinien fahren.

Es ist bestimmt keine Fotomontage! - die Farbe des Meers ist so!!

Da war eine Bank im Park unter einem Baum mit Büscheln.

Bei Temperaturen bis gegen die 30° wird natürlich noch flott gebadet.
Natürlich finden sich auch in der Nähe Sandstrände, aber hier vor der Altstadt sind die "Galets".
So nennt man hier die fein geschliffenen Steine. Ein Paradies für Steineliebhaber!


Wir hatten aber auch zwei ganze Regentage.
Ein faszinierendes Meer!



Abendstimmung bei unruhigem Meer, Blick Richtung Flughafen.

Das Busnetz ist in Nizza wunderbar ausgebaut und für nur einen Euro fährt man bereits ins Hinterland.

In Richtung der Moyenne Corniche befindet sich hoch oben auf einem Felskopf Èze, ein mittelalterliches Städtchen.

Oben in der Stadtanlage befindet sich ein wunderschöner Kakteenpark



Sieht die Kaktusblüte nicht wunderschön aus?

Wir, als gestandene Landratten und Bergfreunde, haben diese Tage in südlichen Gefilden sehr genossen.

Wie wäre es beispielsweise mit Avignon und den Lavendelfeldern in der Haute Provence?




























































Donnerstag, 10. September 2009

Nochmals für den Brotkorb

SAL Mausimom


Ich habe den kleinen SAL von Mausimom mitgestickt. Es konnte zügig gearbeitet werden, da die einzelnen Teile in kurzer Folge hochgeladen wurden.

Daraus ist nun ein Deckchen für den Brotkorb entstanden. Fertige Grösse 28x28 cm.

Dienstag, 8. September 2009

Für den Brotkorb

Meine ersten Stick- und Applikationsblöcke sind fertig!

Vor einiger Zeit habe ich mich erstmals an das Freie Sticken und an die Handapplikation heran gewagt. Ich habe die ersten Blöcke von Gail Pan (WeihnachtsBOM) als Ausgangspunkt genommen. Ich hatte jedoch keine Ahnung, was aus diesen Blöckchen werden sollte. Erst später kam mir die Idee, ein Deckchen für den Brotkorb zu nähen. Als Farbkontrast zu Brot und Zopf wählte ich als Hauptfarbe Grün.


Brot und Zopf backe ich immer selber.